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Anne-Kathrin Müller-Lechner

Müller-Lechner Anne-Kathrin, Praktische Ärztin FMH

Darmgesundheit, Ernährungsmedizinische Beratung, Mikronährstoffmedizin (Orthomolekulare Medizin), Stressmedizin / Herzratenvariabilitätsmessung

Ausbildung

  • Studium der Ernährungslehre in Hamburg
  • Medizinstudium in Berlin
  • schulmedizinische Weiterbildung
    • Kardiologie (Auguste Viktoria Krankenhaus, Berlin)
    • Allgemein Innere Medizin (St. Marienhospital, Vechta (D))
    • Radio-Onkologie (Universitätsspital Zürich)
    • Medizinische Onkologie (Kantonsspital Winterthur)
    • Blutspendezentrum Zürich
  • Ausbildung in der Orthomolekularen Medizin in Prävention und Therapie
    • Akademie für Mikronährstoffmedizin, Uwe Gröber, Essen (D)
    • Stiftung für Gesundheit und Umwelt, Kreuzlingen
  • Ausbildung zur epigenetischen Ernährungsberaterin (EPIkonzept®)
  • Ausbildung zur diplomierten Fachberaterin für Darmgesundheit (Deutsche Gesellschaft für Probiotische Medizin)

Ausbildung in Funktioneller Medizin und Stressmedizin am IFMS Hannover (D)

Darmgesundheit

Unsere Gesundheit beginnt im Darm

Diese Erkenntnis ist so alt wie die Medizin selbst. Bereits in den 4000 Jahre alten Schriften ayurvedischer Heilkundiger wird der Darm als das Zentrum des Wohlbefindens beschrieben. Und die moderne Wissenschaft bestätigt diese Einsicht! Nur wenn die Verdauung gut funktioniert, fühlen wir uns rundherum wohl.

Der Darm beherbergt rund 80 Prozent unseres Immunsystems und entscheidet somit ganz wesentlich darüber, ob wir gesund sind und bleiben oder eben nicht. Aus der aufgenommenen Nahrung erzeugt unsere Darmflora Vitamine und Enzyme, sie neutralisiert aber auch schädliche Stoffe, die wir täglich zu uns nehmen und auch körpereigene Schadstoffe. Ungefähr 40'000 Bakterienarten können unseren Darm respektive die Darmschleimhaut besiedeln, wobei in jedem Menschen nur etwa 500 unterschiedliche Arten angesiedelt sind. Diese Bakterien leben in einem biologischen Gleichgewicht, steuern durch ein ausgeklügeltes Zusammenspiel den Großteil aller Stoffwechselvorgänge in unserem Körper.

Dieses Bakteriengleichgewicht kann durch verschiedene Faktoren gestört werden, wie z.B. Antibiotika, Abführmittel, Fehlernährung (u.a. erhöhter Zuckerkonsum). Es kommt zu Blähungen, Verstopfung, Durchfall, Bauchkrämpfen oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Selbst darm-untypische Erkrankungen wie z.B. Allergien, Neurodermitis, Migräne sowie Müdigkeit, Infektanfälligkeit und Stress hängen häufig mit einer Fehlbesiedlung des Darmes zusammen.

Oft ist eine Stuhluntersuchung nötig, bei der die Stuhlflora, die Verdauungsleistung und der Zustand der Darmschleimhaut beurteilt werden. Diese Analyse erlaubt einen gezielten Einsatz moderner Prä- und Probiotika, verschiedener Mikronährstoffe sowie ernährungstherapeutische Massnahmen.

 

Artikel im Zolliker Boten, 2. April 2015

Schlanke Menschen haben oft eine andere Darmflora als Übergewichtige

Manche Menschen scheinen tatsächlich einen besseren Stoffwechsel zu haben als andere. Wenn zwei Menschem dieselbe Menge an Kalorien zu sich nehmen, bedeutet das noch lange nicht, dass sie auch gleich viel Gewicht haben. Beim Übergewicht kann eine bestimmte Bakterienart, die Firmicutes (= "Dickmacherbakterien") überwiegen. Sie holen aus jedem Stück Brot die letzte Kalorie heraus, um sie in Form von Fettpolstern für "Notzeiten" zu speichern. Wenn jemand hingegen mehr Bakteroidetes (="Schlankmacherbakterien") hat, wird Zucker aktiv aus dem Darm mit dem Stuhl abtransportiert.

Häufig ist eine Stuhluntersuchung notwendig, um ein derartiges Bakterienungleichgewicht festzustellen. Durch die richtige Kombination aus Pro- und Präbiotika können die schlechten Bakterien verdrängt und die guten vermehrt werden. Somit kann das Gleichgewicht wiederhergestellt werden. Dies ist neben der Ernährungsumstellung, Anregung des Stoffwechsels und Bewegung ein wichtiger Bestandteil eines Gesamtkonzeptes zur Regulierung des Gewichtes.

Selbst darm-untypische Erkrankungen wie z.B. Allergien, Neurodermitis, Migräne sowie Müdigkeit, Infektanfälligkeit und Stress hängen häufig mit einer Fehlbesiedlung des Darmes zusammen.

Auch hier kommen die modernen Probiotika zum gezielten Einsatz.

Medizinische Ernährungsberatung

Wie wir wissen, gehört die gesunde, vollwertige und ausgewogene Ernährung zu den Grundpfeilern eines gesunden Lebens. Die Nahrung bietet die Grundlage für die meisten Stoffwechselprozesse in unserem Körper.

Deshalb kann eine individuell angepasste ernährungsmedizinische Beratung wichtig und sinnvoll sein, zum Beispiel zur Vorbeugung von Krankheiten, bei bestehenden Erkrankungen, zur Gewichtsreduktion, bei Untergewicht, bei Lebensmittelunverträglichkeiten und -allergien, sowie in anderen bestimmten Lebenssituationen (z. B. Leistungssport, Schwangerschaft/Stillzeit, Wechseljahre, Alter).

Ein wichtiger Aspekt meiner ernährungsmedizinischen Beratung ist die Diagnose und Behandlung von Lebensmittelunverträglichkeiten und – allergien, insbesondere Fruktoseintoleranz, Laktoseintoleranz, Glutenintoleranz/Zöliakie und Histaminintoleranz.

Mikronährstoffmedizin, Orthomolekulare Medizin (OM)

Das Ziel der Mikronährstoffmedizin bzw. der orthomolekularen Medizin ist die optimale Versorgung des Körpers mit lebenswichtigen Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen, essentiellen Fettsäuren, Aminosäuren und anderen Mikronährstoffen zur Steigerung der körperlichen Vitalität, Abwehrkraft und Regenerationsfähigkeit.

Durch einseitige Ernährung, ungesunde Lebensweise (z.B. Alkohol, Nikotin), Erkrankungen, Medikamenteneinnahme, Elektrosmog, Stress, Umweltschadstoffe und Extrembelastungen entsteht eine Unterversorgung bzw. eine Dysbalance von bestimmten Mikronährstoffen.

Der individuelle Mikronährstoffbedarf lässt sich anhand von Symptomen (z.B. Appetitslosigkeit, Müdigkeit, allgemeine Schwäche, Lern- und Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen, Nervosität, erhöhte Infekt- und Stressanfälligkeit), Blut-, Speichel- und Urinanalysen sowie ergänzenden Analysemethoden (z.B. HRV, Herzratenvariabilitätsmessung) bestimmen.

Die gezielte individuelle Verabreichung von Mikronährstoffen sorgt für eine optimale Versorgung, entweder als alleinigen Einsatz oder in Kombination mit anderen schulmedizinischen und naturheilkundlichen Methoden. Oft können gängige nebenwirkungsreiche Medikamente reduziert oder gar vermieden werden. Zudem verursachen zahlreiche Medikamente Mikronährstoffdefizite (z.B. Co-Enzym Q10-Mangel durch Statine).

Der Einsatz von Mikronährstoffen ersetzt nicht eine gesunde, vollwertige und ausgewogene Ernährung. Die Mikronährstoffe werden je nach Indikation präventiv oder therapeutisch angewandt.

Einsatzgebiete der Mikronährstoffmedizin:

  • Verbesserung der Vitalität und Leistungsfähigkeit z. B.
    Fitness im Alltag, Fitness im Alter, Leistungssport
  • Herz- Kreislauf- Erkrankungen z.B.
    Zustand nach Herzinfarkt oder Schlaganfall, Hypertonus, Herzrhythmusstörungen, Arteriosklerose, Herzinsuffizienz
  • Neurologische Erkrankungen z.B.
    Morbus Alzheimer, Demenz, Depression, Morbus Parkinson, Multiple Sklerose
  • Hauterkrankungen z.B.
    Akne, Neurodermitis, Psoriasis (Schuppenflechte), Herpes
  • Allergische und entzündliche Erkrankungen z.B.
    Asthma bronchiale, Heuschnupfen, Allergische Rhinitis, Sinusitis
  • Rheumatische Erkrankungen z.B.
    Arthritis, Arthrosen, Morbus Bechterew, Rheuma
  • Chronische Darmerkrankungen z.B.
    Morbus Crohn, Colitis ulcerosa
  • Augenerkrankungen z.B.
    Maculadegeneration, Grauer Star
  • Urologische Erkrankungen z.B.
    Potenzstörungen, Infertilität, rezidivierende Harnwegsinfekte
  • Gynäkologische Erkrankungen z.B.
    Wechseljahressymptome, Prämenstruelles Syndrom
  • Ernährungsbedingte Erkrankungen z.B.
    Diabetes mellitus Typ 2, Übergewicht, Insulinresistenz, Fettstoffwechselstörung
  • Krebserkrankungen 

Sowie bei:
Schilddrüsenerkrankungen, Osteoporose, Migräne, Wundheilungsstörungen, Haarausfall, Immunschwäche, chronisches Müdigkeitssyndrom, Stress, ADHS, Burn-out, Parodontose, Erkältung, Fibromyalgie

Stressmedizin / Herzratenvariabilitätsmessung

Die beruflichen und privaten Belastungen des täglichen Lebens haben in den letzten Jahren zugenommen und somit auch die Häufigkeit stressbedingter Symptome wie z. B. verminderte Leistungsfähigkeit, Energiemangel, chronische Müdigkeit, Schlafstörungen, Burnout, Depressionen, Bluthochdruck oder Verdauungsstörungen.

Meine Behandlung stressbedingter Erkrankungen erfolgt im Rahmen eines ganzheitlichen Therapieansatzes.

Die Herzratenvariabilität (HRV) ist die Bestimmung des individuellen Stressprofils durch eine 24-Stundenmessung. Mit Hilfe der HRV lässt sich die Anpassungsfähigkeit des Herzens an äussere und innere Einflüsse beurteilen.

Die Stressresistenz ist umso ausgeprägter, je grösser die Variabilität der Herzschläge ist. Umgekehrt gilt: Je gleichmässiger die zeitlichen Abstände zwischen den Herzschlägen sind, umso mehr Stress erfährt das Herz.

In der Auswertung der HRV-Messung sieht man, wann das Herz und der gesamte Organismus unter Stress standen. Man erhält wichtige Informationen über persönliche Leistungsspitzen, über das Verhältnis von Anspannungs- und Erholungsphasen sowie über die Qualität des Schlafes.